Sind Splittsysteme wasserdurchlässig?
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Quick answer
Wasserdurchlässige Splittsysteme sind Beläge aus gebundenem Splitt oder Kies, bei denen Niederschlag durch Hohlräume im Gefüge abfließen kann. Die Körner werden punktuell verklebt, statt vollflächig versiegelt, sodass ein offenes Porensystem erhalten bleibt. Dadurch entstehen im Außenbereich dauerhaft sickerfähige Flächen für Gartenwege, Einfahrten und Stellplätze. Entscheidend sind Körnung, Bindemittelmenge und ein versickerungsfähiger Untergrund.


Wer eine Fläche sucht, die Regenwasser nicht aufstaut, profitiert von dieser offenen Bauweise. Wichtig ist, das System an die spätere Belastung anzupassen: Ein reiner Gehweg benötigt eine andere Schichtdicke als eine befahrbare Einfahrt.
Wie die Durchlässigkeit entsteht
Die offene Struktur entsteht, indem grobe Gesteinskörnung mit einem Bindemittel verbunden wird, ohne die Zwischenräume vollständig zu verschließen. Anders als bei einer geschlossenen Beschichtung bleibt ein Porensystem erhalten, durch das Regenwasser nach unten abfließen kann.
Die Wahl des Bindemittels beeinflusst, wie offenporig der Belag bleibt. Ein für diesen Zweck ausgelegtes Bindemittel für Splitt wird so dosiert, dass die Körner stabil verbunden sind, ohne die Poren zu füllen.


So planen Sie eine durchlässige Fläche
Für die spätere Funktion sind Körnung, Schichtdicke und Untergrund entscheidend. Feine Anteile oder zu viel Bindemittel können die Durchlässigkeit verringern. Der Untergrund sollte ebenfalls versickerungsfähig sein, damit das Wasser nicht unter dem Belag stehen bleibt.
- Körnung: gewaschener Splitt oder Kies mit geringen Feinstanteilen
- Schichtdicke: für begehbare Flächen reicht oft eine dünnere Lage; für befahrbare Flächen ist eine dickere Schicht einzuplanen
- Unterbau: wasserdurchlässige Tragschicht verwenden
- Verarbeitung: Mischungsverhältnis und Aushärtung nach Produktvorgabe beachten
Wann Wasserdurchlässigkeit wichtig ist
Wasserdurchlässige Splittsysteme sind vor allem dort sinnvoll, wo Oberflächenwasser versickern soll oder nicht in die Kanalisation geleitet werden darf. Typische Situationen sind:
- Gartenwege und Zufahrten ohne direkten Wasserablauf
- Flächen, die entsiegelt werden sollen oder versickerungsfähig bleiben müssen
- Bereiche, in denen Pfützenbildung vermieden werden soll
Wenn Wasser sichtbar auf der Fläche stehen bleibt, ist das System häufig falsch dimensioniert, mit Feinanteilen zugesetzt oder der Untergrund nicht ausreichend durchlässig.

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Für einen fahrbaren Kieselsteinweg oder eine Zufahrt mit Kies ergibt sich mit einem wasserdurchlässigen Splittsystem eine robuste Fläche, die Niederschlag ableitet, ohne die gebundene Kiesoptik aufzugeben. Weitere Hinweise zur Planung fahrbarer Kieselsteinflächen finden Sie im übergeordneten Ratgeber zu Gartenweg und Zufahrt.
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