Luftblasen im ausgehärteten Epoxidharz reparieren
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Quick answer
Luftblasen in bereits ausgehärtetem Epoxidharz werden üblicherweise durch eine dünne Nachverguss-Schicht oder durch Abschleifen und erneutes Vergießen korrigiert. Kleinere Einschlüsse füllt man mit einem niedrigviskosen, transparenten Harz auf, das in die Vertiefungen fließt und die Oberfläche wieder schließt. Bei größeren Hohlräumen ist es sinnvoller, die betroffene Stelle plan zu schleifen, gründlich zu reinigen und anschließend eine neue Harzschicht aufzutragen. So entsteht eine glatte, haltbare Oberfläche, ohne dass das gesamte Werkstück neu gegossen werden muss.


Wer beim Aushärten kleine Bläschen entdeckt, muss das Projekt also nicht sofort verwerfen. Der Aufwand hängt von der Größe und Lage der Fehlstelle ab: Oberflächennahe Löcher lassen sich meist unkompliziert schließen, während tiefe oder großflächige Defekte etwas mehr Vorbereitung brauchen.
Kleine Blasen gezielt auffüllen
Bei feinen, oberflächennahen Blasen ist die Reparatur meist unkompliziert. Die ausgehärtete Fläche wird zuerst leicht angeschliffen und von Staub und Fett befreit, damit die neue Schicht gut haftet. Anschließend trägt man ein dünnflüssiges, transparentes Epoxidharz in die kleinen Vertiefungen auf. Durch die niedrige Viskosität kann das Material in die Poren laufen und die Fehlstellen füllen.
Für diesen Arbeitsschritt eignet sich ein Harz mit selbstnivellierenden Eigenschaften, zum Beispiel das Transparente Epoxidharz. Nach dem Aushärten lässt sich die Stelle bei Bedarf vorsichtig polieren.


Größere Fehlstellen: Abschleifen und Nachgießen
Bei tieferen oder großflächigen Einschlüssen reicht ein reines Auffüllen oft nicht aus. Hier wird die betroffene Zone so lange abgetragen, bis eine saubere und ebene Fläche entsteht. Schleifstaub wird vollständig entfernt, bevor neues Harz aufgetragen wird.
- Betroffene Stelle plan schleifen und gründlich reinigen
- Harz in dünner Schicht nachgießen und aushärten lassen
- Bei Bedarf erneut schleifen und polieren
Danach wird das Harz in einer passenden Schichtstärke neu vergossen. Eine dünne Deckschicht kann helfen, die Oberfläche wieder auf das ursprüngliche Niveau zu bringen. Beim Anmischen sollte möglichst blasenfrei gearbeitet werden.
Wann sich die Reparatur lohnt
Der Aufwand ist dann sinnvoll, wenn die Blasen die Optik oder Funktion der Oberfläche stören, das Werkstück aber insgesamt gelungen ist. Kleine kosmetische Fehler lassen sich mit wenig Material beheben. Bei vielen tiefen Einschlüssen im gesamten Guss kann es dagegen wirtschaftlicher sein, das Teil neu zu gießen.
Für feine Reparaturen und Schmuckstücke kann ein superflüssiges Harz wie LIQUIDISSIMA vorteilhaft sein, weil es sich gut in enge Bereiche verteilt. Ein Antiblase-Mischer hilft zusätzlich, beim Anrühren der Reparaturmasse nicht erneut Luft einzuschlagen.

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Ob beim ersten Guss oder bei der Nachbearbeitung: Viele Luftblasen lassen sich mit der richtigen Technik vermeiden oder später korrigieren. Weitere Hinweise zum Ebenen und Entfernen von Luftblasen finden Sie in den fortgeschrittenen Techniken für Epoxidharz.
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