Blasenfreies Arbeiten mit Kristallharz
← Zurück zu Fortgeschrittene Dekorationstechniken mit Kristallharz für Kunstwerke
Quick answer
Blasen im Kristallharz sind eingeschlossene Luftteilchen, die beim Mischen, Rühren oder Gießen in die flüssige Masse gelangen und nach dem Aushärten als sichtbare Poren oder Trübungen zurückbleiben. Sie lassen sich durch langsames Arbeiten, ruhiges Rühren, ein niedrigviskoses oder Anti-Blasen-Harz und eine kontrollierte Wärmebehandlung direkt nach dem Gießen deutlich reduzieren. Wichtig ist außerdem, Harz und Härter vollständig, aber ohne heftiges Aufschlagen zu vermischen.


Kaum etwas stört bei einem Kunstwerk oder einer Beschichtung so sehr wie feine Lufteinschlüsse im fertigen Harz. Mit der richtigen Vorbereitung, einer passenden Harzauswahl und etwas Geduld lassen sich viele Blasen jedoch von vornherein vermeiden und vorhandene direkt nach dem Gießen entfernen.
Ruhig mischen und langsam arbeiten
Die meisten Blasen entstehen während des Anmischens, wenn Harz und Härter zu schnell oder mit dem falschen Werkzeug verrührt werden. Arbeiten Sie deshalb bewusst langsam, führen Sie den Rührstab flach durch die Mischung und kratzen Sie Boden und Seiten des Bechers regelmäßig ab.
- Harz und Härter bei Raumtemperatur verarbeiten
- Nicht schlagen oder quirlen, sondern ruhig rühren
- Nach dem Mischen die Masse kurz stehen lassen, damit aufgestiegene Luft entweichen kann
- Gießform oder Untergrund sauber und trocken halten


Anti-Blasen-Harze und niedrigviskose Systeme
Nicht jedes Kristallharz verhält sich beim Entlüften gleich. Niedrigviskose Systeme fließen dünner und lassen feine Bläschen leichter nach oben steigen, bevor die Oberfläche anzieht. Produkte mit einer ausdrücklichen Anti-Blasen-Formel sind für blasenempfindliche Arbeiten besonders geeignet. Ein Beispiel ist das „TRANSPARENTE“ DURCHSICHTIGES EPOXIDHARZ, das laut Produktbeschreibung eine niedrige Viskosität und eine Anti-Blasen-Formel mitbringt.
Beim Kauf lohnt es sich, auf Hinweise wie „anti-blasen“ oder „blasenfreie Gießtechnik“ zu achten, wenn transparente Schichten oder Einbettungen geplant sind.
Heißluft nach dem Gießen: Wann es besonders hilft
Direkt nach dem Eingießen ist die Mischung noch reaktionsfähig genug, um aufsteigende Blasen an der Oberfläche zu öffnen. Ein Heißluftföhn, mit etwas Abstand und in gleichmäßiger Bewegung über die Fläche geführt, macht die oberste Schicht kurz flüssiger und lässt eingeschlossene Luft entweichen. Das ist vor allem bei klaren Beschichtungen, glatten Bilderoberflächen und transparenten Einbettungen sinnvoll, weil dort jede verbliebene Blase später sichtbar bleibt.
Bei dickeren Schichten ist es zusätzlich hilfreich, in mehreren dünnen Lagen zu arbeiten und jede Lage vor dem nächsten Guss zu entlüften.

Ähnliche Produkte
Verwandte Leitfäden
Blasenfreies Arbeiten ist eine Grundlage für gleichmäßige Farbschichten, klare Tiefenwirkungen und saubere Kanten bei künstlerischen Harzprojekten. Wer diese Technik beherrscht, kann bei fortgeschrittenen Dekorationstechniken mit Kristallharz gleichmäßigere Ergebnisse erzielen. Weitere Anregungen dazu finden Sie im übergeordneten Ratgeber.
Google