Mischfehler bei Mikroharz-Produkten vermeiden
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Quick answer


Herstellerangaben als verbindliche Basis
Mikroharz-Systeme sind keine Universalmischungen. Jedes Produkt hat ein definiertes Mischungsverhältnis, eine empfohlene Verarbeitungszeit und Hinweise zur Umgebungstemperatur. Diese Vorgaben sollten vor Arbeitsbeginn vollständig gelesen und während der gesamten Verarbeitung eingehalten werden. Ein Beispiel ist EPOXYWOOD Epoxidharz für Holz, dessen Komponenten nach Gewicht im Verhältnis 2:1 gemischt werden. Wer hier eigenmächtig abweicht, riskiert unvollständige Aushärtung oder klebrige Zonen.


Elektronische Waage statt Augenmaß
Für zuverlässige Ergebnisse ist eine digitale Waage mit Grammgenauigkeit besser geeignet als einfache Messbecher. Zuerst wird das leere Mischgefäß tariert, dann werden die Komponenten nacheinander bis zum exakten Zielgewicht eingefüllt. Nach jedem Schritt sollten Restmengen am Rand des Gefäßes vermieden werden.
- Gefäß auf Null stellen, bevor die erste Komponente eingewogen wird.
- Zweite Komponente langsam bis zum exakten Gewicht dosieren.
- Nicht nach Volumen schätzen, wenn der Hersteller Gewicht vorgibt.
Ruhiges Mischen – und wann es besonders wichtig ist
Nach dem Abwiegen wird die Mischung nicht hektisch geschlagen, sondern in ruhigen, kreisenden Bewegungen homogen gerührt. Der Rührstab sollte dabei Boden und Seiten des Gefäßes regelmäßig erreichen, damit keine unvermischten Komponenten zurückbleiben. Ein gutes Zeichen ist eine gleichmäßig klare oder gleichmäßig eingefärbte Masse ohne Schlieren. Wenn sichtbare Schutzbeschichtungen oder dünne Schichten entstehen, zeigen sich Mischfehler oft erst nach der Aushärtung – dann sind Korrekturen aufwendig.

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