Wodurch unterscheidet sich das Harz für Kohlefaser/Glas?
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Quick answer
Harz für Kohlefaser/Glas ist ein Epoxidharz, das für die Laminierung mit Carbon- und Glasfasern entwickelt wurde. Seine mittlere Viskosität ermöglicht eine gleichmäßige Imprägnierung technischer Gewebe, ohne dass überschüssiges Harz zurückbleibt. Im Vergleich zu universellen Gießharzen liegt der Fokus auf mechanischer Festigkeit, kontrollierter Verarbeitungszeit und einer glatten, glänzenden Oberfläche. Typische Einsatzbereiche sind Modellbau, technische Objekte, Reparaturen und Schutzbeschichtungen. Die Verarbeitungszeit von etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur schafft ausreichend Spielraum für präzises Arbeiten.


Die Unterscheidung zu herkömmlichen Epoxidharzen zeigt sich vor allem in der Handhabung: Dieses Harz wurde nicht für tiefe Güsse, sondern für das lagenweise Arbeiten mit Fasergeweben formuliert. Genau darauf sind die folgenden Hinweise abgestimmt.
Mittlere Viskosität für bessere Fasertränkung
Der zentrale Unterschied liegt in der mittleren Viskosität. Sie ist so eingestellt, dass das Harz die Fasern vollständig umschließt, ohne zu dick aufzuliegen oder vor der Aushärtung abzulaufen. Dadurch entstehen dichtere Laminate mit besserer Verbindung zwischen den Gewebelagen. Beim Harz für Kohlefaser/Glas ist diese Eigenschaft gezielt auf technische Gewebe abgestimmt.
- Gleichmäßige Imprägnierung von Carbon- und Glasfasern
- Reduziertes Risiko von Lufteinschlüssen bei sauberer Verarbeitung
- Kein Ersatz für tiefe Gießanwendungen, sondern auf Laminieren abgestimmt


Verarbeitungszeit und Gelzeit gezielt nutzen
Die Verarbeitungszeit beträgt bei etwa 25 °C rund 20 Minuten. Die Gelzeit von 1 bis 1,5 Stunden bei 30 °C hält das Material lange genug offen, um Gewebe auszurichten und Lufteinschlüsse auszustreichen. Das Mischverhältnis von 100:55 nach Gewicht sollte genau eingehalten werden.
- Potlife: ca. 20 Minuten bei 25 °C
- Gelzeit: 1–1,5 Stunden bei 30 °C
- Mischverhältnis: 100 Teile Harz zu 55 Teilen Härter nach Gewicht
Wann dieser Unterschied wichtig ist
Der Unterschied wird besonders wichtig, wenn Carbon- oder Glasfasergelege tragende oder sichtbare Flächen bilden. Ein universelles Gießharz kann hier nicht dieselbe Oberflächenqualität liefern. Für rein dekorative, dicke Schichten ohne Fasergewebe ist dagegen ein anderes Harz meist sinnvoller.
- Strukturbauteile und Verstärkungen
- Sichtbare Carbon-Oberflächen mit glänzendem Finish
- Reparaturen an Verbundwerkstoffen

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Für alle weiterführenden Schritte – vom sauberen Laminieren bis zur schnellen, kontrollierten Aushärtung – ist die Auswahl des passenden Harzes ein Baustein fortgeschrittener Epoxidharz-Verarbeitung. Wer Oberflächen später polieren oder veredeln möchte, profitiert von einer gleichmäßigen Basis, wie sie dieses Laminierharz schafft.
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