Farbgebung von Epoxidharz-Projekten
Quick answer
Epoxidharz-Farbanpassung gelingt bei vielen Harzsystemen mit marktüblichen Epoxidfarbpasten. Diese Pasten werden dem Harz-Härter-Gemisch in kleiner Menge zugegeben, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. So lassen sich Restaurierungen, Holzstabilisierungen, Gussstücke und Beschichtungen individuell einfärben, ohne die mechanischen Eigenschaften des Harzes grundlegend zu verändern. Eine schrittweise Dosierung und gründliches Einrühren helfen, Farbnuancierungen und eine gleichmäßige Verteilung zu erzielen.


Die richtige Farbabstimmung beginnt mit dem passenden Harzsystem. Je transparenter die Basis, desto leuchtender wirken Pigmente; bei leicht trüben oder holzverstärkenden Systemen entstehen eher gedeckte Töne. Wichtig ist, die Paste erst nach dem gründlichen Mischen von Harz und Härter einzurühren.
Farbpasten schrittweise einrühren
Marktübliche Epoxidfarbpasten werden fast immer in kleinen Mengen zugegeben, weil bereits wenig Paste eine kräftige Färbung erzeugen kann. Beginnen Sie mit einer sehr geringen Dosierung, rühren Sie langsam ein und beurteilen Sie den Ton in einem durchsichtigen Gefäß, bevor Sie weitermischen.
Für Holzrestaurierungen, bei denen Farbton und Stabilisierung zusammenwirken sollen, ist EPOXYWOOD Epoxidharz für Holz – Schutzbeschichtung, Restaurierung, Verstärkung eine geeignete Basis, da es sich laut Produktbeschreibung leicht einfärben lässt.
- Paste erst nach der Harz-Härter-Mischung zugeben
- Kleine Probemenge ansetzen und aushärten lassen
- Langsam rühren, um Lufteinschlüsse zu reduzieren


Transparente und deckende Effekte gezielt steuern
Transparente Harze erzeugen mit Farbpasten klare, brillante Farbtöne und eignen sich für Einbettungen oder dünne Beschichtungen. Höhere Pastenanteile führen zu deckenden oder pastelligen Ergebnissen, wenn die Basis leicht milchig ist oder mit Holzanteilen arbeitet.
Wer eine klare, niedrigviskose Basis sucht, kann zum „TRASPARENTE“ Durchsichtiges Epoxidharz 160g / 320g greifen. Es ist laut Beschreibung mit marktüblichen Epoxidfarbpasten kompatibel und deckt Gussdicken bis 2 cm ab.
- Für leuchtende Effekte transparente Harze bevorzugen
- Bei Restaurierungen zuerst eine kleine Farbprobe an der Originalkante anlegen
- Bei dicken Güssen auf die maximale Gusstiefe des jeweiligen Produkts achten
Wann die Farbabstimmung besonders wichtig wird
Bei sichtbaren Reparaturstellen, Kitten oder Rekonstruktionen entscheidet die Farbnähe darüber, ob die Arbeit fachlich überzeugt. Gerade bei Holzmaserungen oder farbigen Untergründen lohnt es sich, den Harzton leicht heller oder satter anzusetzen und nach dem Aushärten zu beurteilen.
Für dickschichtige Güsse und transparente Effekte in künstlerischen Projekten kann außerdem die Resin Pro Transparente Harze-Reihe genutzt werden, wenn größere Gusstiefen oder eine besonders klare Optik gefragt sind.

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Farbanpassung ist ein zentraler Baustein der fortgeschrittenen Epoxidharz-Vorbereitung. Weitere Techniken zur Oberflächenvorbereitung, Rekonstruktion und Veredelung finden Sie unter Fortgeschrittene Techniken zur Vorbereitung von Epoxidharzen und Rekonstruktionen im Restore.
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