Blasenbildung beim Einarbeiten von Pigmentpulver vermeiden
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Quick answer
Blasenbildung beim Einarbeiten von Pigmentpulver in Epoxidharz lässt sich durch langsames, sorgfältiges Einrühren bei niedriger Viskosität deutlich verringern. Pulverförmige Pigmente bringen beim Einrühren kleine Luftmengen in das Harz ein. Wird zu schnell gerührt oder ist das Harz noch zähflüssig, bleiben diese Luftblasen leichter eingeschlossen. Eine niedrige Viskosität erleichtert das Aufsteigen der Blasen, bevor das Harz anzieht. Auch die Zugabereihenfolge und das Rührwerkzeug beeinflussen das Ergebnis.


In der Praxis zeigt sich, dass die meisten Blasen nicht erst beim Gießen, sondern bereits beim Einrühren des Pulvers entstehen. Wer die Viskosität kontrolliert und das Pigment nicht zu hektisch unterrührt, erhält eine deutlich ruhigere Mischung – besonders bei feinteiligen Metallic-Pigmenten.
Warum Pigmentpulver Luft in das Harz bringt
Trockene Pigmentpulver haben zwischen ihren Partikeln viel fein verteilte Luft. Beim Einrühren in Epoxidharz wird diese Luft teilweise freigesetzt. Wenn das Harz zu zähflüssig ist, kann sie nicht schnell genug zur Oberfläche aufsteigen und bleibt als feine Bläschen zurück.
Zu schnelles Rühren wirkt wie ein Schneebesen: Es schlägt zusätzlich Luft von außen in die Mischung ein. Deshalb ist die Kombination aus langsamer Bewegung und möglichst niedriger Viskosität der wichtigste Hebel.


Blasenarmes Einrühren in der Praxis
Ein gut dispergierbares Pigment wie das SAHARA Dunkelblau Metallic-Pigment lässt sich mit einem flachen Spatel oder Rührstab gleichmäßig verteilen, ohne unnötig Luft einzuschlagen.
- Harz und Härter zuerst sorgfältig mischen und erst danach das Pigmentpulver in kleinen Portionen einstreuen.
- Mit langsamen, ziehenden Bewegungen unterheben – nicht schlagen oder schnell kreisen.
- Bei zähflüssigem Harz kann ein leichtes Wasserbad die Viskosität senken; die Mischung dabei nicht überhitzen.
- Nach dem Einrühren einige Minuten ruhen lassen, damit verbliebene Blasen aufsteigen können.
Wann niedrige Viskosität den größten Unterschied macht
Besonders bei transparenten Gießharzen, dünnen Schichten und glänzenden Oberflächen werden kleine Blasen sofort sichtbar. Auch feinteilige Metallic-Pigmente neigen dazu, feine Lufteinschlüsse festzuhalten, wenn die Mischung zu dickflüssig ist.
Wer mit Pigmentpulvern arbeitet, sollte deshalb bereits vor dem Einfärben auf eine gut fließfähige Harzmischung achten. Das senkt den Aufwand für nachträgliches Entlüften mit Heißluft oder Vakuum erheblich.
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Wer diese Grundlagen beim Anrühren beachtet, kann auch bei fortgeschrittenen Techniken wie Metallic-Effekten, mehrschichtigen Aufbauten oder transparenten Einbettungen sauberer arbeiten. Eine kontrollierte Viskosität und ruhige Rührbewegungen bilden die Basis für blasenarme Ergebnisse mit Pigmentpulver in Epoxidharzen.
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