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Bindemittel für wasserdurchlässige Kiesflächen

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Wasserdurchlässige Kiesflächen entstehen durch das Mischen von gewaschenem Splitt oder Kies mit einem transparenten Bindemittel. Das Bindemittel umhüllt die Körner punktuell und lässt offene Poren, sodass Regenwasser versickern kann. Auf diese Weise bleiben Wege, Hofeinfahrten und Terrassen begehbar oder befahrbar, ohne dass sich Pfützen bilden. Voraussetzung ist ein wasserdurchlässiger Untergrund. Das Verfahren eignet sich für ausgewählte Zuschlagstoffe und erzeugt eine fugenlose, drainierende Oberfläche, die bei richtiger Ausführung auch leichte Fahrzeugbelastung aufnehmen kann.

Bindemittel für wasserdurchlässige Kiesflächen
Bindemittel für wasserdurchlässige Kiesflächen

In der Praxis ist diese Bauweise besonders dann sinnvoll, wenn Niederschlagswasser nicht oberflächig ablaufen soll. Wichtig ist ein versickerungsfähiger Unterbau; das Bindemittel allein macht eine versiegelte Fläche nicht automatisch durchlässig.

So entsteht eine drainierende Kiesfläche

Das Prinzip ist einfach: Ein Bindemittel für Splitt wird mit sauberem, trockenem Zuschlag vermischt. Dabei umhüllt es die Körner nur punktuell, so dass zwischen den Steinen offene Hohlräume bleiben. Regenwasser kann durch diese Poren in den Untergrund versickern.

Für eine dauerhaft funktionierende Fläche kommt es auf zwei Dinge an: Der Untergrund muss wasserdurchlässig sein, und der Zuschlag darf keine hohen Feinstanteile enthalten, die die Poren verschließen.

  • Geeignete Zuschläge: gewaschener Kies oder Splitt in abgestufter Körnung
  • Untergrund: verdichtete, versickerungsfähige Tragschicht
  • Mischung: gleichmäßiges Benetzen aller Körner ohne Überschuss
Bindemittel für wasserdurchlässige Kiesflächen
Bindemittel für wasserdurchlässige Kiesflächen

Geeignete Bereiche und Belastungen

Mit einem passenden Bindemittel lassen sich begehbare Wege, Terrassen, Einfahrten und Stellplätze gestalten. Leichte bis mittlere Fahrzeugbelastung ist bei fachgerechter Ausführung möglich; stark frequentierter oder schwerer Verkehr sollte gesondert geprüft werden.

Die fertige Oberfläche ist in der Regel rutschhemmend und eignet sich für den Außenbereich. Für die optische Abstimmung stehen unterschiedliche Kiesfarben zur Verfügung. Sehr extreme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit während der Verarbeitung sollten vermieden werden.

Wann dieser Punkt wichtig wird

Wasserdurchlässigkeit ist vor allem dort entscheidend, wo Wasser nicht in Gullys ablaufen kann oder Versiegelung vermieden werden soll. Typische Fälle sind Gartenwege, Randbereiche von Häusern, Stellplätze sowie Flächen mit Baumschutz oder Niederschlagsgebühren nach versiegelter Fläche.

In solchen Situationen bietet der Belag eine stabile, trittfeste Oberfläche und lässt gleichzeitig Regenwasser an Ort und Stelle versickern.

Bindemittel für wasserdurchlässige Kiesflächen

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Für ein gelungenes Ergebnis sollten Bindemittel, Kies und Untergrund aufeinander abgestimmt sein. Weitere Hinweise zur Planung und Gestaltung finden Sie im Beitrag Oberflächenbelag aus Kies.

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