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Blasenfreie Cabochons gießen: Luftblasen vermeiden

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Blasenfreie Cabochons sind das Ergebnis einer ruhigen Verarbeitung: Langsames und gründliches Mischen, ein leicht erwärmtes Harz sowie Systeme mit niedriger Viskosität und längerer Verarbeitungszeit lassen eingeschlossene Luft leichter entweichen. In kleinen Halbkugelformen sammeln sich Blasen sonst schnell an der Oberfläche oder an Rändern. Die richtige Materialwahl und ein paar bewusste Handgriffe reduzieren sichtbare Einschlüsse deutlich und sorgen für klare, glatte Schmuckrohlinge.

Blasenfreie Cabochons gießen: Luftblasen vermeiden
Blasenfreie Cabochons gießen: Luftblasen vermeiden

Wer schon einmal Cabochons gegossen hat, kennt das Problem: Das Harz wirkt nach dem Aushärten milchig oder zeigt kleine Poren. Meist entstehen diese Blasen nicht erst im Formhohlraum, sondern schon beim Mischen und Eingießen. Mit einer angepassten Arbeitsweise lässt sich das Risiko deutlich senken – auch ohne teure Vakuumkammer.

Typische Ursachen für Lufteinschlüsse

Luftblasen im Cabochon haben selten nur eine einzige Ursache. Häufig entstehen sie bereits beim zu schnellen oder ungleichmäßigen Mischen von Harz und Härter. Auch kaltes, zähflüssiges Harz hält Luft länger fest, und beim Eingießen aus großer Höhe können weitere Blasen in die Form gelangen. Silikonformen mit feinen Vertiefungen begünstigen das Festsetzen von Mikroblasen an Rändern und Ecken.

  • Zu schnelles Rühren bringt Luft in die Mischung.
  • Kühle Umgebungstemperaturen erhöhen die Viskosität.
  • Kurze Verarbeitungszeit lässt Blasen nicht rechtzeitig aufsteigen.
  • Ungünstiges Eingießen wirbelt Luft in den Formhohlraum.
Blasenfreie Cabochons gießen: Luftblasen vermeiden
Blasenfreie Cabochons gießen: Luftblasen vermeiden

Praktische Tipps für blasenarme Cabochons

Arbeiten Sie in einem warmen Raum und erwärmen Sie Harz und Härter vor dem Mischen leicht im Wasserbad. Rühren Sie langsam, aber gründlich, und kratzen Sie dabei auch Boden und Seitenwände des Bechers ab. Lassen Sie die Mischung nach dem Rühren einige Minuten stehen, damit aufgestiegene Blasen entweichen können. Gießen Sie das Harz anschließend in einem dünnen Strahl langsam in die Form.

  • Harz vor dem Mischen leicht anwärmen, nicht erhitzen.
  • Langsam rühren und Mischbecher vollständig auskratzen.
  • Mischung kurz ruhen lassen, bevor sie in die Form kommt.
  • Dünnen Gießstrahl verwenden und Form nicht randvoll füllen.
  • Oberflächliche Blasen vorsichtig mit einem feinen Werkzeug oder kurzem Warmluftstoß entfernen.

Harze mit niedriger Viskosität wie das SUPERFLÜSSIGE Epoxidharz für Schmuck unterstützen diesen Prozess, weil sie Luft leichter freigeben.

Wann sich das Vorgehen besonders lohnt

Transparente oder nur leicht eingefärbte Cabochons zeigen Lufteinschlüsse besonders deutlich. Auch wenn Sie Blüten, Glitzer oder Folien eingießen, bleiben kleine Blasen gern an den Einlagen hängen. Wer klare Schmuckrohlinge oder sichtbare Farbverläufe herstellen möchte, profitiert am stärksten von einer ruhigen, blasenarmen Verarbeitung. Bei deckenden oder stark pigmentierten Stücken fallen winzige Einschlüsse dagegen weniger auf.

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Mit diesen Maßnahmen wird das Gießen von Halbkugeln deutlich berechenbarer. Weitere Hinweise zu geeigneten Formen, Schichtdicken und Effekttechniken finden Sie in unserem Beitrag Harz in Cabochons gießen.

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