Wann empfiehlt sich bei Mikrozement ein Armierungsgewebe?
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Quick answer
Ein Armierungsgewebe für Mikrozement ist eine dünne Verstärkungslage, die in die Grundschicht eingebettet wird. Sie kommt vor allem bei Untergründen mit Fugen, Rissen oder Materialübergängen zum Einsatz und verteilt dort Spannungen besser. Dadurch wird das Risiko sichtbarer Risse in der dekorativen Mikrozementschicht reduziert. Ob ein Gewebe nötig ist, hängt weniger von der Raumart als vom Zustand und der Zusammensetzung des Untergrunds ab. Bei stabilen, fugenlosen Flächen kann eine lokale Armierung an kritischen Übergängen ausreichen.


Die kurze Antwort: Sobald der Untergrund nicht vollständig monolithisch und rissfrei ist, lohnt sich die Armierung. Sie ist kein Ersatz für eine gründliche Reinigung oder Grundierung, sondern eine zusätzliche Sicherheit an den kritischen Zonen.
Typische Einsatzfälle für Armierungsgewebe
Ein Armierungsgewebe wird vor allem dort eingelegt, wo Spannungen aus dem Untergrund in die Mikrozementschicht wandern können. Typische Fälle sind:
- Fugenflächen: alte Fliesenspiegel oder Bodenfliesen mit sichtbaren Fugen
- Risse: feine Setzrisse oder bereits sanierte Rissbereiche
- Materialübergänge: Wechsel zwischen Estrich, Holz, Gipskarton oder anderen Plattenwerkstoffen
Nicht jede Fläche braucht eine vollflächige Armierung. Bei stabilen, fugenlosen und sauber vorbereiteten Untergründen kann das Gewebe auf die kritischen Übergänge begrenzt bleiben.


So wird das Gewebe in die Mikrozement-Grundschicht eingearbeitet
Das Armierungsgewebe wird üblicherweise in die noch feuchte Grundschicht eingebettet, nicht direkt auf den rohen Untergrund gelegt. Wichtig ist, dass der Untergrund vorher sauber, trocken, tragfähig und entfettet ist.
- Erste dünne Schicht des Mikrozements oder Haftvermittlers auftragen
- Gewebe faltenfrei einlegen und mit einer Glättkelle oder Rolle andrücken
- Stöße mindestens 10 cm überlappen lassen
- Anschließend mit weiterem Material satt überarbeiten, bis das Gewebe vollständig bedeckt ist
Bei Produkten wie ResinCem – Dekorativer Mikrozement für Böden und Wände wird der Armierungsschritt in der Regel im Bereich der Grundierung oder ersten Schicht umgesetzt. Halten Sie sich an die Hinweise des jeweiligen Systems, da Trocknungszeiten und Schichtaufbau variieren.
Wann die Armierung über das Ergebnis entscheidet
Die Armierung ist besonders dann entscheidend, wenn Mikrozement auf bestehende Flächen aufgebracht wird, die weiter arbeiten können – etwa durch Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen. Ohne Gewebe können Spannungen aus alten Fugen oder Materialwechseln später als Haarrisse in der dekorativen Oberfläche sichtbar werden.
Auf einem frischen, fugenlosen Estrich ohne erkennbare Risse ist das Risiko geringer. Dort kann eine lokale Armierung an Ecken, Übergängen oder Anschlüssen ausreichen. Bei Unsicherheit ist die vollflächige Einbettung die sicherere Wahl.

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Für eine dauerhaft stabile Mikrozementfläche ist das Armierungsgewebe nur ein Baustein: Ebenso wichtig sind die richtige Reinigung, Grundierung und ein passender Schichtaufbau. Weitere Hinweise dazu finden Sie im Themenbereich Oberflächenvorbereitung und benötigtes Material.
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