Kostenloser Versand über €99
Kategorien

Kohlefaser-Gewebe: Einsatzgebiete und Verarbeitungsverfahren

← Zurück zu Vorbereitung des Gewebes

Quick answer

Kohlefaser-Gewebe sind textile Verstärkungslagen, die sich für offene und geschlossene Laminierverfahren eignen. Typische Einsatzmöglichkeiten sind Handlaminieren, Vakuuminfusion, Vakuumverfahren und RTM (Resin Transfer Moulding). Die Eignung hängt stärker von Format, Grammatur und Bauteilgröße ab als vom Grundmaterial selbst. Bei allen Verfahren wird das Gewebe mit Harz durchtränkt und anschließend ausgehärtet, um leichte, mechanisch belastbare Bauteile herzustellen. Eine Twill-Bindung verbessert dabei meist die Anpassung an gekrümmte Formen.

Kohlefaser-Gewebe: Einsatzgebiete und Verarbeitungsverfahren
Kohlefaser-Gewebe: Einsatzgebiete und Verarbeitungsverfahren

Für die Planung eines Projekts bedeutet das: Wer Kohlefaser verarbeiten möchte, sollte zuerst klären, ob offen per Hand laminiert oder mit geschlossenem Formaufbau gearbeitet wird. Danach richtet sich nicht nur die Gewebewahl, sondern auch die benötigte Zuschnittgenauigkeit und Harzmenge.

Geeignete Verarbeitungsverfahren im Überblick

Die vorgestellten Kohlefaser-Gewebe, etwa das Kohlefaser 200g/m² 3K Twill 2/2, lassen sich in mehreren gängigen Verfahren verarbeiten. Beim Handlaminieren wird das Gewebe schichtweise in eine Form gelegt und mit Harz benetzt. Infusion und Vakuumverfahren nutzen dagegen Unterdruck, um das Harz gleichmäßig durch die Faserlage zu ziehen. RTM arbeitet mit geschlossenen Formen und definiertem Harzfluss.

  • Handlaminieren: gut für Einzelstücke, Prototypen und kleinere Serien.
  • Vakuuminfusion: gleichmäßige Harzverteilung bei geringerem Lufteinschlussrisiko.
  • Vakuumverfahren: flexibel für flächige und leicht gekrümmte Bauteile.
  • RTM: geeignet für wiederholbare Formteile mit guter Oberflächenqualität.
Kohlefaser-Gewebe: Einsatzgebiete und Verarbeitungsverfahren
Kohlefaser-Gewebe: Einsatzgebiete und Verarbeitungsverfahren

Harzkombination und Schichtaufbau

Für eine dauerhaft stabile Laminierung ist die Harzauswahl ebenso wichtig wie das Verfahren. Bei den meisten dieser Gewebe liefert Epoxidharz die besten technischen und optischen Ergebnisse. Einige Quellen nennen zusätzlich Polyester-, Vinylester- und Urethan-Acryl-Handkontaktharze als mögliche Kombination, während andere Produkte speziell für Epoxidharz empfohlen werden.

Wenn ein Bauteil ausschließlich aus Kohlefaser aufgebaut wird, sind je nach Größe etwa 4 bis 6 Schichten üblich. Bei dünneren Sichtflächen oder Verstärkungen kann auch eine einzelne Lage ausreichen, sofern die Traglast nicht allein vom Laminat übernommen werden muss.

Wann die Verfahrenswahl wichtig ist

Die Verfahrenswahl wirkt sich vor allem auf Oberfläche, Randanschluss und Reproduzierbarkeit aus. Wer nur ein einzelnes Formteil herstellen möchte, kann mit Handlaminieren meist schneller starten. Sollen dagegen mehrere gleiche Bauteile mit sauberer Rückseite entstehen, sind Infusion oder RTM oft besser planbar.

Für den Zuschnitt lohnt es sich, das Gewebe vor der Harzverarbeitung trocken an der Form zu prüfen. Durch die Twill-Bindung lassen sich viele Kohlefaser-Gewebe gut um Ecken legen, ohne dass sich die Faserstruktur stark verschiebt.

Kohlefaser-Gewebe: Einsatzgebiete und Verarbeitungsverfahren

Ähnliche Produkte

Verwandte Leitfäden

Ein passendes Kohlefaser-Gewebe und das richtige Laminierverfahren sind nur ein Teil der Vorbereitung. Wer Zuschnitt, Formablauf und Harzauftrag sauber plant, erzielt mit den hier beschriebenen Verfahren deutlich gleichmäßigere Ergebnisse. Weitere Hinweise zur Handhabung vor dem Laminieren finden sich im Themenbereich Vorbereitung des Gewebes.

Home
Leitfäden
0
€0,00
Wunschliste
Hilfe