Wasserdurchlässiger Kiesboden: So bleibt die Drainage erhalten
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Quick answer
Die dauerhafte Wasserdurchlässigkeit eines Kiesbodens entsteht durch das Zusammenspiel von natürlicher Korngröße, einem geringen Feinteilanteil und einem bewusst reduzierten Bindemitteleinsatz. Offene Hohlräume zwischen den Körnern bleiben erhalten, sodass Regenwasser versickern kann. Entscheidend ist, dass Harz oder Polyurethan die Steine nur punktuell verbindet und die Zwischenräume nicht verschließt. So bleibt der Belag auch bei stärkeren Regenfällen drainagefähig.


Für die Praxis heißt das: Wer einen wasserdurchlässigen Kiesboden anlegt, sollte früh auf Körnung, Bindemitteltyp und Untergrund achten. Nur so entsteht ein Belag, der sowohl stabil als auch offenporig bleibt und Regenwasser kontrolliert abführt.
Korngröße, Mischverhältnis und Porenstruktur
Die Wasserdurchlässigkeit eines Kiesbodens hängt zuerst von der Korngröße und der Kornverteilung ab. Grobe, möglichst gleichmäßige Naturkiesel erzeugen zwischen den Steinen viele offene Hohlräume. Feine Anteile wie Sand oder Schluff können diese Zwischenräume füllen und den Abfluss verringern. Deshalb wird für drainagefähige Beläge bevorzugt gewaschener Kies mit geringem Feinteilanteil verwendet.
Ebenso wichtig ist das Mischverhältnis mit dem Bindemittel. Wird zu viel Harz oder Polyurethan zugegeben, umschließt es die Körner vollständig und verschließt die Poren. Bei richtiger Dosierung verbindet das Bindemittel die Steine nur an den Kontaktpunkten. Geeignete Systeme wie Bindemittel für Splitt sind darauf ausgelegt, diese offene Struktur zu erhalten.
- Grobe, gewaschene Körnung verwenden
- Feinteile und Sand vermeiden
- Bindemittel dosiert nach Herstellervorgabe einsetzen


Untergrund, Gefälle und Verlegung richtig anlegen
Die beste Mischung nützt wenig, wenn der Untergrund das Wasser nicht ableitet. Ein Kiesboden sollte immer auf einem wasserdurchlässigen, verdichteten Unterbau liegen und ein leichtes Gefälle haben, damit Regenwasser kontrolliert abfließen kann. Alte Beläge oder stark bindige Böden müssen vorab geprüft werden, denn sie können den Abfluss trotz offenem Kiesbelag behindern.
Für eine sichere Umsetzung im Garten- oder Terrassenbereich eignet sich Kies für Drainageböden – 25 kg Sack. Er ist auf durchlässige Außenflächen abgestimmt und kann naturbelassen oder mit Bindemitteln verarbeitet werden. Wer eine Komplettlösung bevorzugt, findet mit STONEDRAIN – Komplettes Kit für Drainageboden aus Kieselsteinen und Harz Kies, Primer und Bindemittel in einem System.
Wann die Drainage besonders wichtig ist
Die offene Struktur zahlt sich überall dort aus, wo Regenwasser nicht auf der Oberfläche stehen bleiben soll. Typische Einsatzbereiche sind Terrassen, Gartenwege, Einfahrten mit leichter Belastung oder Flächen vor Kellerschächten. Bleibt der Kiesboden durchlässig, verringert sich Pfützenbildung, und der Untergrund bleibt trockener. Bei höherer mechanischer Belastung sollte die Schichtdicke angepasst werden, ohne dass die Poren vollständig geschlossen werden.

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Wer einen dauerhaft funktionierenden Kiesboden aus Naturkies plant, kann die Auswahl von Kies, Bindemittel und Untergrund aufeinander abstimmen. Weitere Hinweise zum Gesamtaufbau finden sich im Bereich Kiesböden aus Naturkies.
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