Niedrige Viskosität für blasenfreie Einbettungen komplexer Objekte
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Quick answer
Niedrigviskoses Epoxidharz ist die Grundlage für blasenfreie Einbettungen komplexer Objekte, weil die dünnflüssige Mischung in feine Hohlräume fließt und eingeschlossene Luft leichter entweichen lässt. Beim Vergießen von Blüten, Muscheln, Textilien oder filigranen Modellbauteilen reduziert eine niedrige Viskosität sichtbare Lufteinschlüsse und erhält feine Oberflächendetails. In der Praxis eignen sich Harze mit selbstnivellierenden Eigenschaften und längerer Verarbeitungszeit besonders für mehrschichtige Aufbauten mit klaren, glänzenden Ergebnissen.


Wer schon einmal filigrane Objekte in Harz eingegossen hat, kennt das Problem: Mikrobläschen sammeln sich genau dort, wo sie am schwersten zu entfernen sind. Ein niedrigviskoses System wirkt dem entgegen, weil es die Form schneller und gleichmäßiger füllt. Im Folgenden zeigen wir, worauf es bei Auswahl und Verarbeitung ankommt.
Warum niedrige Viskosität bei komplexen Objekten hilft
Die Viskosität beschreibt, wie zähflüssig ein Harz ist. Je niedriger sie ausfällt, desto leichter fließt die Mischung in enge Zwischenräume und umschließt feine Strukturen. Bei komplexen Objekten mit Hinterschneidungen, dünnen Blütenblättern oder porösen Materialien entweichen Luftblasen so leichter an die Oberfläche. Gleichzeitig verringert sich das Risiko, dass sich Mikrobläschen an rauen oder unregelmäßigen Oberflächen festsetzen. Für detailreiche Einbettungen ist daher ein Harz mit dünnflüssiger Konsistenz oft die bessere Wahl als ein zähflüssiges System.


So gießen Sie detailreiche Einbettungen blasenarm
Die beste Harzformulierung entfaltet ihre Wirkung nur mit einer sorgfältigen Verarbeitung. Reinigen und trocknen Sie das Objekt zuerst gründlich, damit keine Feuchtigkeit oder Staubpartikel eingeschlossen werden. Rühren Sie Harz und Härter langsam an, um nicht zusätzlich Luft einzuarbeiten.
- Gießen Sie in dünnen Schichten – je nach Harz etwa 1 mm bis 1,5 cm pro Lage.
- Lassen Sie detailreiche oder poröse Objekte nach dem ersten Guss kurz ruhen, damit aufsteigende Blasen entweichen können.
- Klopfen Sie die Form nach dem Einfüllen vorsichtig an oder bewegen Sie sie leicht, um sichtbare Luftblasen zu lösen.
- Setzen Sie bei dickeren Einbettungen mehrere Schichten ein und beachten Sie die empfohlene Wartezeit zwischen den Güssen.
Geeignete Harze und ihre Einsatzgrenzen
Für blasenarme Einbettungen komplexer Objekte kommen vor allem transparente, niedrigviskose Epoxidharze infrage. Ein passendes Beispiel ist das SUPERFLÜSSIGE Epoxidharz für Kreationen • Schmuck 800 g, das speziell für sehr detailreiche Formen entwickelt wurde. Auch Harze wie ICRYSTAL oder das transparente Mehrzweckharz bieten eine niedrige Viskosität und eignen sich für feine Inclusions.
Wichtig ist, die maximale Gießhöhe pro Schicht zu beachten. Viele Systeme sind für 1 mm bis 2 cm ausgelegt; dickere Objekte erfordern einen schichtweisen Aufbau. Acryl- oder wasserbasierte Farben sollten Sie bei diesen Harzen nicht verwenden – stattdessen eignen sich Pigmente in Pulver- oder Pastenform.

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Wer die Vorteile niedriger Viskosität gezielt nutzt, kann auch anspruchsvolle Inclusions mit klaren Konturen und glänzender Oberfläche umsetzen. Weitere Hinweise zu Schichtaufbau, Farbverträglichkeit und Formenwahl finden Sie in unserem Beitrag über fortgeschrittene Techniken für Inclusions aus Epoxidharz.
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