Epoxidharz-Kleber und Kitt: Unterschiede in der Anwendung
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Quick answer
Epoxidharz-Kleber und Epoxidharz-Kitt unterscheiden sich vor allem in Konsistenz und Einsatzzweck. Flüssiger Zwei-Komponenten-Kleber dringt in enge Fugen ein und eignet sich für präzise, kraftschlüssige Verbindungen auf unterschiedlichen Materialien. Pastöser Kitt bleibt dagegen formstabil, lässt sich kneten und erleichtert das Füllen, Abdichten und Ausbessern von Flächen. Beide Produkte härten nach dem Mischen zu einem festen, mechanisch bearbeitbaren Material aus, erfordern jedoch unterschiedliche Verarbeitungstechniken und Vorbereitungen.


Für die Wahl kommt es darauf an, ob die Verbindung eine dünne, tragende Klebefuge benötigt oder ob Unebenheiten, Löcher und Risse aufgefüllt werden müssen. Die folgenden Abschnitte zeigen die praktischen Unterschiede.
Epoxidharz-Kleber: flüssig und präzise
Flüssiger Epoxidharz-Kleber besitzt eine niedrige Viskosität und verteilt sich gleichmäßig auf den zu verbindenden Flächen. Dadurch eignet er sich besonders für passgenaue Verklebungen von Metall, Glas, Holz, Keramik und vielen Kunststoffen. Nach vollständiger Aushärtung ist er in der Regel schleif- und lackierbar.
Ein typisches Beispiel ist der transparente 2K-Epoxidkleber mit Doppelspritze, der je nach Variante unterschiedliche Aushärtezeiten bietet und für schnelle Reparaturen im Haushalt oder Modellbau geeignet ist.


Epoxidharz-Kitt: pastös zum Füllen und Abdichten
Epoxidharz-Kitt hat eine knetbare, pastöse Konsistenz und bleibt auch an senkrechten Flächen weitgehend stehen. Er eignet sich zum Schließen von Rissen, zum Füllen von Fehlstellen und zum Wiederaufbau kleiner Beschädigungen. Nach dem Aushärten lässt sich hochwertiger Kitt oft bohren, schleifen, feilen und überlackieren.
Der Weicon Epoxidharz-Kitt ist mineralisch gefüllt und laut Produktangaben bis +200 °C temperaturbeständig. Für Steinreparaturen bietet sich der Epoxid-Kitt MAgelSTIC an, der als hoch thixotrop beschrieben wird und nahezu schwundarm aushärtet.
Wann diese Unterscheidung wichtig ist
Die Entscheidung hängt vor allem von der Geometrie der Schadstelle ab. Für schmale, passgenaue Fügeflächen ist flüssiger Kleber meist die bessere Wahl. Wenn dagegen Volumen aufgefüllt, Lücken geschlossen oder unregelmäßige Oberflächen rekonstruiert werden müssen, ist pastöser Kitt im Vorteil.
- Flüssiger Kleber: dünne Fugen, präzise Verbindungen, transparente Optik nach Aushärtung.
- Pastöser Kitt: Risse, Löcher, vertikale Flächen, mechanische Nachbearbeitung.
- Mischverhältnis und Aushärtezeit immer nach Herstellerangabe prüfen.

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Wer Epoxidharz-Kleber oder Kitt gezielt in fortgeschrittenen Heißklebetechniken einsetzen möchte, findet auf der Seite Fortgeschrittene Techniken zum Heißkleben in Epoxidharz-Systemen weiterführende Hinweise zur Kombination mit Harzsystemen.
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