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Wofür eignen sich Pigmentzusätze bei der Rissanalyse?

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Quick answer

Pigmentzusätze in Epoxidharz sind ein kontrastgebendes Hilfsmittel, um feine Risse, Mikrorisse und bestimmte Strukturverläufe im ausgehärteten Material leichter sichtbar zu machen. Durch fein verteilte Farb- oder Metallpartikel treten Schädigungen und Inhomogenitäten stärker hervor als in völlig transparentem Harz. Die Methode eignet sich vor allem für dünne Beschichtungen, Verbundwerkstoffe und Probekörper, bei denen Risse unter normalem Licht kaum erkennbar sind. Entscheidend sind Pigmentfeinheit, gleichmäßige Einmischung und eine kontrollierte Schichtdicke, damit die Sichtbarkeit nicht durch Schlieren oder Lufteinschlüsse verfälscht wird.

Wofür eignen sich Pigmentzusätze bei der Rissanalyse?
Wofür eignen sich Pigmentzusätze bei der Rissanalyse?

In der Praxis zeigt sich: Selbst deutliche Spannungsrisse können in klarem Epoxidharz übersehen werden, wenn die Lichtverhältnisse ungünstig sind. Ein gezielter Pigmentzusatz verändert die optische Rückmeldung und erleichtert die Dokumentation. Wichtig ist, das Pigment nicht als Färbemittel für ästhetische Zwecke, sondern als diagnostisches Kontrastmittel zu verstehen.

Warum Pigmente die Sichtbarkeit von Rissen erhöhen

Feine Risse im Epoxidharz unterscheiden sich optisch oft nur minimal von der umgebenden Matrix. Pigmente lagern sich an Oberflächen und in feinen Spalten anders an oder erzeugen durch ihre Eigenfarbe einen stärkeren Hell-Dunkel- bzw. Farbkontrast. Besonders Metallic- und Bronzepigmente reflektieren Licht gerichtet und lassen Verlaufsrichtungen deutlicher hervortreten.

Für Versuchs- oder Prüfharze sind deshalb fein gemahlene, gut dispergierbare Pigmente sinnvoll. Ein passendes Ausgangsprodukt ist das SET HARZ 800 GR + PIGMENT BRONZE SAHARA 10GR, das ein transparentes Harz mit einem hochglänzenden Bronzepigment kombiniert.

Wofür eignen sich Pigmentzusätze bei der Rissanalyse?
Wofür eignen sich Pigmentzusätze bei der Rissanalyse?

Auswahl und Dosierung in der Praxis

Nicht jedes Pigment eignet sich gleichermaßen. Sehr grobe oder schlecht benetzbare Partikel können selbst Fehlstellen erzeugen und das Rissbild verfälschen. Besser sind feine Pigmente, die sich mit dem Harz zu einer gleichmäßigen Suspension vermischen lassen. Üblich ist eine deutlich geringere Dosierung als bei dekorativen Gießharzarbeiten, häufig reichen bereits kleine Mengen, um den Kontrast spürbar zu erhöhen.

  • Pigment zuerst mit einer kleinen Harzmenge anrühren, dann in die Gesamtmasse einarbeiten
  • Luftblasen durch langsames Rühren und kurzes Ruhenlassen minimieren
  • Dünne Probeschichten aushärten und unter Streiflicht prüfen

Wann diese Methode besonders hilfreich ist

Der Nutzen zeigt sich vor allem bei transparenten Beschichtungen, dünnen Harzfilmen und faserverstärkten Proben, bei denen Risse unter normalem Licht kaum auffallen. Auch wenn Rissverläufe dokumentiert oder Schadensmuster verglichen werden sollen, kann eine kontrastgebende Einfärbung die Auswertung erleichtern.

Für solche Untersuchungen bieten sich niedrigviskose Harze an, weil sie feine Strukturen besser benetzen und gleichmäßigere Schichten bilden. Beispiele sind das SUPERFLÜSSIGE Epoxidharz für Kreationen und das TRASPARENTE DURCHSICHTIGES EPOXIDHARZ 160g / 320g.

Wofür eignen sich Pigmentzusätze bei der Rissanalyse?

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