Eine Arbeitsplatte mit Epoxidharz erneuern gelingt zu Hause ohne Austausch der bestehenden Platte, indem Kratzer und Dellen mit einer transparenten oder eingefärbten Harzschicht ausgeglichen werden. Mit einer mittelviskosen Epoxidharz-Sorte, ausgewählten Farbpigmenten und etwas Geduld entsteht aus einer abgenutzten Holzfläche ein glänzender Blickfang: Nach etwa einer Stunde lässt sich bereits die Randgestaltung nacharbeiten. Dieser Beitrag zeigt, welches Set benötigt wird und wie die Anwendung Schritt für Schritt gelingt.
Set für die Renovierung der Arbeitsplatte
Abgenutzte Holzoberflächen an Tischen oder Küchenmöbeln müssen nicht entsorgt werden: Mit Epoxidharz lassen sich Kratzer, Dellen und Stöße vollständig ausgleichen, und es entsteht eine glatte, glänzende Oberfläche. Wer nicht nur eine transparente Beschichtung wünscht, sondern zusätzlich mit Farbpigment oder Pigment arbeitet, kann der Arbeitsplatte einen völlig neuen Farbton verleihen.
Für ein Set zur Renovierung der Arbeitsplatte braucht es im Grunde wenig: eine mittelviskose Epoxidharz wie Art Pro, die sich auch für Einsteiger gut verarbeiten lässt, dazu zwei bis drei Farbpigmente nach Wahl (zum Beispiel Karamelltöne, ein Weißton und ein goldenes Pop-up-Pigment), Dichtband zum Abkleben der Ränder sowie eine Spatula zum Verteilen der Schichten.
Bevor es losgeht, lohnt es sich, die gewünschte Farbkombination vorher festzulegen. Das erleichtert die Vorbereitung und verhindert, dass während der Verarbeitung Zeit verloren geht – ein wichtiger Punkt, da Epoxidharz nur eine begrenzte Zeit flüssig bleibt, bevor es anfängt anzudicken.
Neben der Farbwahl lohnt sich auch ein Blick auf das Design: Schon einfache, breite abstrakte Linien wirken auf einer Arbeitsplatte hochwertig und lassen sich auch von Einsteigern gut umsetzen. Ein weiterer Vorteil der Epoxidharz-Beschichtung: Die fertige Oberfläche ist nicht nur glänzend, sondern auch wasserdicht und fleckenresistent, was sie ideal für die tägliche Beanspruchung in der Küche macht.
Wer zum ersten Mal mit Epoxidharz arbeitet, sollte zusätzlich Handschuhe tragen und für ausreichende Belüftung im Raum sorgen, da beim Mischen und Auftragen Dämpfe entstehen können.
So gelingt die Anwendung Schritt für Schritt
Der Ablauf lässt sich in wenigen Schritten zusammenfassen:
- Oberfläche von Staub befreien und die Kanten der Arbeitsplatte mit Dichtband abkleben, um Ränder zu schützen.
- Epoxidharz mit den gewählten Farbpigmenten anmischen und in mehreren Tassen getrennt vorbereiten, statt alles in einer Schüssel zu vermengen.
- Die Farben nacheinander auf die Oberfläche gießen und leicht ineinanderfließen lassen, ohne sie mit der Spatula zu verrühren – so entstehen weiche Farbübergänge statt harter Linien.
- Nach etwa einer Stunde, wenn das Harz bereits angedickt ist, das Dichtband entfernen und die Ränder mit einem Finger oder der Spatula nachziehen, damit karamellartige Kanten entstehen.
- Nach dem Aushärten der Grundschicht eine finale, transparente Schicht auftragen und mit der Spatula gleichmäßig verteilen. Diese Schicht überdeckt Staubpartikel, die sich zuvor abgesetzt haben könnten.
Ein Tipp aus der Praxis: Solange die Oberfläche noch nicht vollständig durchgehärtet ist, sollte sie vor Staub, Insekten und Haustieren geschützt werden – am besten Fenster und Türen im Raum geschlossen halten. Sollte doch etwas auf der Oberfläche landen oder ein Kratzer entstehen, ist das kein Problem: Eine weitere dünne Schicht transparentes Epoxidharz stellt den Glanz zuverlässig wieder her.
Ist die Arbeitsplatte einmal fertig beschichtet, braucht sie kaum Pflege: Ein feuchtes Tuch reicht für die tägliche Reinigung, scheuernde Schwämme oder aggressive Reinigungsmittel sollten aber vermieden werden, um die glänzende Oberfläche nicht anzukratzen. Kleinere Kratzer, die im Laufe der Zeit entstehen, lassen sich jederzeit mit einer neuen, dünnen Schicht transparentem Epoxidharz ausbessern, ohne die gesamte Arbeitsplatte erneuern zu müssen.
Für die Berechnung der benötigten Menge Epoxidharz pro Quadratmeter Arbeitsplatte empfiehlt sich ein Online-Rechner oder die direkte Beratung durch den Hersteller, da der Verbrauch je nach Schichtdicke variiert. So bleibt die neue Arbeitsplatte über Jahre hinweg attraktiv und lässt sich bei Bedarf immer wieder auffrischen.
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